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25.11.2010

Drohende Rentenlücken bei türkischstämmiger Bevölkerung


Die Rentenlücke trifft Menschen mit türkischem Migrationshintergrund stärker als den Rest der deutschen Bevölkerung. Das zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), über die das Magazin procontra berichtet. Demnach sind viele türkischstämmige Mitbürger im Alter unzureichend abgesichert – einerseits aufgrund eines geringen Einkommens und andererseits durch mangelnde Kenntnis. Das monatliche Nettoeinkommen lag im Jahr 2008 pro Haushalt in Deutschland bei 2.914 Euro. In türkeistämmigen Haushalten waren es 2.073 Euro. Da diese Haushalte aber viel größer sind, steigt die Diskrepanz beim Pro-Kopf-Einkommen auf 545 Euro gegenüber 1.457 Euro. „Die finanzielle Lage der Türkeistämmigen ist äußerst angespannt“, erläuterte Dr. Dirk Halm vom Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung ZfTI, die die Studie im Auftrag des DIA durchgeführt hatte. Insgesamt 45,6 Prozent der Befragten betrieben gar keine Vorsorge, 46,9 Prozent sorgen privat für ihre Altersvorsorge vor. Als heute bereits ausreichend abgesichert sehen sich nur 6,9 Prozent, wie das Versicherungsjournal berichtet.

Um drohende Rentenlücken zu schließen, planen viele eine Rückkehr in die Türkei, wo die Lebenshaltungskosten wesentlich geringer sind als in Deutschland – ­ und versuchen mit Wohneigentum im Heimatland vorzusorgen. Derzeit kehrt aber nur jeder siebte türkische Rentner tatsächlich zurück.


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