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30.08.2010

Aufholjagd der Frauen


Die ökonomischen Unterschiede zwischen Männern und Frauen könnten in Zukunft deutlich schwinden. Das zumindest ergab die Studie „ Frauen und ihre Altersvorsorge - Auswirkungen der ökonomischen Emanzipation“ des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), für die das Institut kürzlich mehr als 1000 Frauen befragen ließ.

Demnach führen eine bessere Ausbildung und höhere Beschäftigung jüngerer Frauen zusammen mit der Verknappung von Arbeitskräften zu einem deutlich höheren Einkommen. „Die alte Rolle der Nur-Hausfrau und Mutter wird abgelöst vom Modell der erwerbsorientierten Frau, die Karriere und Familie unter einen Hut bringt", sagen Eva Kreienkamp, Gerda Frisch und Julia Gabrysch, die Autorinnen der Studie. Öffentliche Kinderbetreuung, zurückgehenden Erziehungspausen im Beruf und die zunehmende Vereinbarkeit von Beruf und Familie glichen Einkommen und Renten zwischen den Geschlechtern stärker an.

Derzeit verdienen Frauen in Deutschland 23 Prozent weniger als Männer, in ganz Europa sind es 17,4 Prozent. Rentnerinnen aus dem Osten erhalten 16 Prozent weniger Rente als Männer, im Westen beträgt der Unterschied jedoch 35 Prozent. Die Studie ergab auch, dass 80 Prozent der Frauen sich selbst für das Alter absichern. Fast zwei Drittel zahlen Beiträge für die Gesetzliche Rentenversicherung, mehr als die Hälfte spart im Rahmen der privaten Altersvorsorge und mehr als ein Viertel innerhalb der betrieblichen Variante.


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